Wer sind wir

Der Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach e.V. steht als Kreisgruppe des Landesjagdverbandes Bayern e.V. für die Interessen von mehr als 300 organisierten Jägerinnen und Jägern in der Region.

In dieser Funktion sind wir unserer eigenen Dachorganisation, dem Bayerischen Landesjagdverband verbunden. Wir  verpflichten uns somit zur aktiven Gestaltung und Fortentwicklung der Jagd als gewachsenes Kulturgut, indem wir ihre Interessen in der Gesellschaft und Politik nach außen und innen vertreten.

Dies geschieht auch mit dem Blick auf den steten gesellschaftlichen Wandel, von dem die Jagd nicht ausgenommen ist.

Wir verpflichten uns zu hoher Verantwortung und Handlungskompetenz  bei der Aufgabenerfüllung, die nur durch stete Weiterbildung und den Erhalt der jagdhandwerklichen Fertigkeiten gewährleistet ist.

Darum arbeiten wir kooperativ und wertschätzend im Dialog mit unseren Partnern und anderen Verbänden zusammen, insbesondere und gerade auch mit den Grundeigentümern als Inhaber des Jagdrechtes.

Dabei ist uns wichtig, dass eine tierschutzgerechte Bejagung unter Einbeziehung des Wissens um wildbiologische Grundsätze unumstößliche Kriterien unseres jagdlichen Handelns sind. Zwischen Wildbeständen und ihren Lebensräumen stellen wir unter dieser Prämisse ein ausgewogenes Verhältnis her.

Diese Verantwortung bekräftigen wir durch unser Engagement im Natur- und Artenschutz, in der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, und verstehen uns als kompetente Partner in Sachen Natur, Wild und der Jagd.

Jagdliches Brauchtum und die Pflege der Jagdmusik werden als Kulturgut und Teil unserer bayerischen Jagdtradition verstanden und gepflegt.

Wir wünschen, dass unser Handeln als gesellschaftlich notwendiger und ehrenamtlich geleisteter Beitrag anerkannt wird, wenn wir uns um die Gewinnung eines wertvollen Lebensmittels aus der Region bemühen, Tierseuchen abwenden und mit einer angemessenen Bejagung Schäden von der Land- und Waldwirtschaft wirksam begrenzen.


Ein Streifzug durch die Geschichte des Vereins

Aus der Gründungsphase des Jagdschutz- und Jägervereins Kulmbach e.V., die anfangs der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts liegt, sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. Es ist anzunehmen, dass es zunächst einen losen Zusammenschluss der Jäger aus der Region gab, die sich gelegentlich trafen.

Am 4. März 1922 berichteten die beiden Regionalzeitungen gleichlautend, dass am Vortag im Hotel Post in Kulmbach der Jägerverein Kulmbach und Umgebung gegründet wurde. Damit wurde das offizielle Gründungsdatum auf den 3. März 1922 festgelegt. Im gleichen Jahr sind auch die Eintragung ins Vereinsregister, sowie die Errichtung einer Satzung dokumentiert.

1. Vorsitzender war damals Heinrich Hoferer,  2. Vorsitzender Andreas Thor und  Schriftführer der spätere Landrat Theo Heublein. Das damalige Gründungslokal gibt es heute nicht mehr. An dieser Stelle steht heute das Dienstgebäude der Polizeiinspektion Kulmbach.

Mit der Inkraftsetzung des Reichsjagdgesetzes am 3. Juli 1934 mussten sich die örtlichen Jägervereine auflösen. Dies geschah auch in Kulmbach mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 15. Mai 1935.

Die Vertretung der jagdlichen Belange erfolgte nun durch den zuständigen Kreisjägermeister, der Beamter des Reichsbundes Deutscher Jägerschaft war. Dass, entgegen des sonst vorherrschenden Denkens im Dritten Reich, vorrangig die fachliche Qualifikation und nicht die Parteizugehörigkeit zählte, führte dazu, dass Heinrich Hoferer zum Kreisjägermeister bestellt wurde und die Angelegenheiten der Jagd weiter vertrat. Über ihn zitierte später Hans Heinritz: „Souverän, überlegt, in bester Jagdkameradschaft mit allen Jägern und ohne politische Ambitionen verwirkliche Heinrich Hoferer die Durchführung des neuen Jagdgesetzes.“ (Quelle: Geschichte des Jägervereins Kulmbach).

Aus dieser Zeit liegen noch einige Dokumente, Protokolle und Jagderlaubnisse vor, die sich im Besitz der früheren Eigentümer befinden und belegen, dass im Kulmbacher Land ein reger und gut geführter Jagdbetrieb vorherrschte. Erst in den letzten Kriegsmonaten versank auch die Jagd im Chaos des Krieges.

Am 28. Mai 1947 richtete der damalige Landrat Karl Röder, der zugleich Jagdbeauftragter war, einen Genehmigungsantrag an das Military Government, Liaison und Security Office Stadt und Landkreis Kulmbach, und bat um Zustimmung zur Gründung einer Ortsgruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägerverbandes.

Diese Gründungsversammlung fand am 31. Mai 1947 um 15 Uhr im Ratskeller statt. Karl Röder, Hans Boshardt, Fritz Dechant und Robert Backer übernahmen nun die Führung des neugegründeten Vereins.

Ein gutes Jahr später, am 08. August 1948, wurde Heinrich Hoferer erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt. Zu diesem Zeitpunkt lag das jagdliche Tun ausschließlich in der Hand von fünf Jägern, die mit den (fünf) überlassenen Gewehren aufgrund der Vorgaben der Militärbehörde das alleinige Recht zum Tragen von Waffen hatten. Stück für Stück wurde in den kommenden Jahren auch durch die Initiativen von Heinrich Hoferer und dem leidenschaftlichen Jäger und Landrat Theo Heublein die regionale jagdliche Souveränität angepasst und bis zur gesetzlichen Neuregelung ausgebaut.

Mit 5000 Gewehren und zunächst 10000 Flinten, die an die bayerischen Jäger verteilt werden sollten, fand ein erster Schritt zur Wiedererlangung der jagdlichen Souveränität statt.

Bei der Jahreshauptversammkung am 25. April 1953 übernahm August Vogel die Führung des Vereins, nachdem Heinrich Hoferer zum Jagdberater der Unteren Jagdbehörde in Kulmbach ernannt wurde.

Aus diesem Jahr liegt noch eine Bekanntmachung der Unteren Jagdbehörde vor, nach der 128 Jahresjagdscheine ausgestellt wurden. Nahezu alle Jäger waren damals auch in ihrem Jägerverein zusammengeschlossen.

Am 27. April 1969 konnte die Kreisgruppe 270 Mitglieder verzeichnen und in der an diesem Tag stattgefundenen Jahreshauptversammlung übergab August Vogel sein Amt an Manfred Jarosch. Der neue Vorstand bestand nunmehr aus Manfred Jarosch, Hans-Joachim Rummler, Hans Stöcker und Wolfgang Kretschmar.

1974 wurde Dr. Schalkhäuser als Nachfolger für Hans-Joachim Rummler als 2. Vorsitzender gewählt. Dieser Vorstand führte über lange Jahre bis 1994 den Verein.

Am 15. März 1980 schloss sich die Kreisgruppe Stadtsteinach dem Kulmbacher Jägerverein an. Dies war unter anderem eine Folge der Gebietsreform und der Fusion beider Landkreise zum Landkreis Kulmbach.

Die langjährige und kraftvoll wirkende Mannschaft um Manfred Jarosch übergab am 18. März 1994 ihre Ämter an Christian Schröppel, Frank Hömberg, Herbert Heiß und Hans Häußinger jun..

Im Jahre 1998 wurde Berthold Höhn zum 1. Vorsitzenden, Clemens Ulbrich zum 2., Herbert Heiß zum Schatzmeister und Peter Müller zum Schriftführer gewählt.

Seit dem 16. April 2004 fungiert Peter Müller als 1. Vorsitzender und leitet nun gemeinsam mit Otto Kreil, der 2006 das Amt des 2. Vorsitzenden von Peter Röder übernommen hatte, die Geschicke der Kreisgruppe. Im Amt des Schatzmeisters hatte auch in diesem Jahr Alwin Geißler Robert Bürger abgelöst. Bei der Jahreshauptversammlung am 03. Juni 2016 wurde Stephan Meyer als künftiger Schriftführer neu in die Vorstandschaft gewählt. Er übernimmt damit die Aufgaben von Florian Losert, der über 12 Jahre, unterstützt von seiner Mutter Erika diesen Posten inne hatte.

Gegenwärtig verfügt der Verein über gut 300 Mitglieder und neben Peter Müller und Otto Kreil stehen heute noch Dr. Andreas Schmidt als Schatzmeister und eben Stephan Meyer an der Spitze.

 

Mit einer musikalisch gut besetzten Parforcehorn-Bläsergruppe in Es und einem weiteren Bläser-Corps in B verhilft der JJV Kulmbach den Jägerinnen und Jägern in der Öffentlichkeit immer wieder zu einer guten und sichtbaren Präsenz der Jagd.

 

Die Kreisgruppe Kulmbach war auch eine der ersten Kreisgruppen, die eine flächendeckende Nachsuchenvereinbarung über alle Reviergrenzen hinweg auf den Weg brachte.

Aus dem sicher auch kritisch betrachteten, mehrjährigen Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ entwickelten sich unter dem großen jagdlichen Engagement vieler Jäger im Landkreis zusammen mit den Partnern aus der Landwirtschaft, den Behörden und den bayerischen Staatsforsten wirksame Strategien und Konzepte, die uns heute bei der Bejagung des Schwarzwildes in unserem Landkreis und darüber hinaus erfolgreich machen.

Jägerinnen und Jäger sind im Landkreis Kulmbach wichtige Partner vieler Organisationen und Verbände, die sich um die Natur und Lebensräume kümmern. Dies ist auch das Ergebnis einer kontinuierlichen Führung und kooperativen Zusammenarbeit. In der fast 100-jährigen Geschichte des Vereins standen nur sieben Vorsitzende mit einem meist ebenso lange im Amt befindlichen Vorstand an der Spitze. Sicher auch etwas Besonderes.

Zu den der herausragendsten Ereignisse der jüngeren Vereinsgeschichte gehören zweifelsohne die Ausrichtung des Landesbläserwettbewerbes im Jahr 2010, sowie zuletzt der Landesjägertag 2016 in Kulmbach.


Unsere Vorstandschaft


Hegegemeinschaften im Landkreis Kulmbach

Der Zweck einer Hegegemeinschaft ist es, in einem räumlichen Bereich, der sich in topographischen wie auch vegetationstechnischen Eigenschaften vereinheitlichen lässt, durch gezielte Hegemaßnahmen, großräumige Abschussplanungen und ggfs. revierübergreifende Maßnahmen einen regional vetretbaren Wildbestand zu schaffen und zu erhalten.

Hierzu dient eine aktive Kommunikation der einzelnen Revierpächter ebenso, wie Wildfolge- bzw. Nachsuchenvereinbarungen oder auch gemeinsame Weiterbildungsmaßnahmen in verschiedensten Bereichen wie beispielsweise Schießwesen, Hundeausbildung oder Reviergestaltung.

In unserem Landkreis gibt es folgende sechs Hegegemeinschaften:

Hegering I "Kulmbach"

Hegering II "Roter Main"

Hegering III "Jura"

Hegering IV "Trebgast"

Hegering V "Frankenwald"

Peter Rödiger

Stellvertreter

0170 - 584 23 90

Hegering VI "Frankenwald-Oberland"

Dr. med. Andreas H. Schmidt

Stellvertreter

0160 - 902 75 943

familie.a.h.schmidt@gmx.de


Werden Sie Mitglied in der Kreisgruppe Kulmbach

Als Mitglied in einer Kreisgruppe haben Sie verschiedene Vorteile:

Zunächst stärken Sie selbstverständlich die Interessensvertretung der bayerischen Jäger in allen Belangen zum Thema Jagd. Für die Zukunft der Jagd im allgemeinen, aber gerade für die Situation von Tier und Natur in Bayern im besonderen ist eine Arbeit unseres direkten Dachverbandes, dem Landesjagdverband Bayern e. V. von äußerster Wichtigkeit und unerlässlich. Hierfür ist eine breite und personell starke Mitgliederschaft eine der wichtigsten Grundlagen, um in der heutigen Gesellschaft auch entsprechendes Gehör zu finden.

Aber auch für Sie persönlich erlangen Sie mit dem Eintritt in die Kreisgruppe einige Vorzüge:

Sie erhalten monatlich eine Ausgabe der Verbandszeitung "Jagd in Bayern", die Sie mit den nötigen überregionalen, jagdspezifischen Informationen versorgt. Des Weiteren erhalten Sie als Mitglied verschiedenste Vergünstigungen, z. B. erhöhte Rabattsätze beim Kauf eines PKW.

Ob als Revierpächter oder Mitbegeher, als Jäger oder einfach nur als Naturfreund mit Interesse an Fauna und Flora, wir würden uns über Ihren Eintritt in den Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach e.V. sehr freuen.

Weitere Informationen zu Beiträgen und einen Aufnahmeantrag finden Sie im Hauptmenü unter "Mitglied/Jäger werden".


Satzung Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach e.V., Mitglied im Landesjagdverband Bayern e.V.

Hier finden Sie unsere Satzung, Stand April 2015