Wildbret-Hygiene

Hinweise zur Untersuchung von Wildschweinproben am Kulmbacher Schlachthof

Seit Mitte Juli 2016 ist Herr Dr. Tibor Reszegh-Staufer als neuer amtlicher Tierarzt am Kulmbacher Schlachthof tätig und somit für die Jäger im Landkreis der direkte Ansprechpartner, wenn es u.a. um die Untersuchung von Wildschweinen in Bezug auf Trichinen bzw. einer Radiocäsium-Belastung geht.

 

Künftig ist an folgenden zwei Tagen eine Untersuchung der Wildschwein-Proben möglich:

  • Montag

Bitte beachten: Damit die  Proben an diesem Tag noch bearbeitet werden können, sind sie zwingend bis spätestens 11.00 Uhr abzugeben, ansonsten kann die Beprobung erst am darauffolgenden Donnerstag erfolgen.

  •  Donnerstag

Hier gilt: Spätester Abgabezeitpunkt, damit die Proben noch an diesem Tag bearbeitet werden können, ist hier 9.00 Uhr. Ansonsten erfolgt die Untersuchung entsprechend am darauffolgenden Montag.

Eine Sperrfrist für die zu untersuchenden Tiere besteht jeweils bis 15.00 Uhr.

Die Ergebnisse werden nicht mehr telefonisch mitgeteilt. Erfolgt bis zum Ablauf der Sperrfrist keine Benachrichtigung, sind die Tierkörper zur weiteren Verwendung freigegeben.

Sollte der Montag ein Feiertag sein, findet die Beprobung am folgenden Dienstag statt. Bei Feiertagen am Donnerstag oder aber Freitag verschiebt sich die Beprobung jeweils um zwei Tage nach vorne.

Samstags werden Proben nur nach vorheriger Abstimmung durchgeführt. Hierzu empfiehlt sich die direkte Kontaktaufnahme mit Herrn Dr. Staufer.

Auch in dringenden Fällen steht er unter der Mobilfunknummer 0176/73110961 gerne zur Verfügung.

Eine reine Abgabe der Proben ist grundsätzlich immer von Montag bis Donnerstag von 6 bis 15 Uhr und Freitag von 6 bis 12 Uhr möglich. Hierzu steht im Eingangsbereich ein Behälter bereit, in dem die Proben/Begleitschreiben eingelegt werden können, falls das Büro nicht besetzt sein sollte.

 

WICHTIG:

Um eine reibungslosen Ablauf zu gewährleisten sind folgende Dinge unbedingt zu beachten:

  • Zur eindeutigen Zuordnung sind Trichinen- und Becquerel-Proben in ausreichender(!) Menge zusammen in einem Behältnis abzugeben. Bei der reinen Trichinenprobe sollten das  ca. 40 - 50 g aus Zwerchfell(-pfeiler)  und Vorderlaufmuskulatur sein, bei der Radiocäsium-Untersuchung sind zusätzlich mindestens 500 g reines Muskelfleisch (keine Backendrüsen und kein Fett!) erforderlich.
  • Bitte beachten Sie auch, dass die Probenbehältnisse, am besten ein kleiner Plastikbeutel stets (mit einer Schnur oder einem Kabelbinder) fest verschlossen sind und die Wildursprungsmarke im Beutel von außen gut erkennbar ist. Notfalls könnte die Probennummer zusätzlich mit einem wasserfesten Stift sicht- und lesbar auf den Beutel geschrieben werden.
  • Herr Dr. Staufer ist gerne bereit, ein Probenergebnis noch am gleichen Tag mitzuteilen. Hierzu bittet er lediglich darum, auf das Begleitschreiben zum Wildursprungszeichen neben der Adresse entweder eine Telefon- bzw. Handynummer, oder eine Faxnummer oder eine Mailadresse anzugeben. Ansonsten kann das Ergebnis lediglich auf dem Postweg und somit mindestens um einen Tag verspätet mitgeteilt werden. Bitte schreiben Sie diese Angaben zur schnellen Kontaktaufnahme immer auf das Formular. Das würde dem amtlichen Tierarzt die Arbeit sichtlich erleichtern.
  •  Die Gebührenabrechnung für die Trichinenuntersuchung erfolgt in gewohnter Weise vierteljährlich mit einem Schreiben durch das Landratsamt (9,- €/Probe).
  • Die Abrechnung der Untersuchungsgebühren für die Radiocäsium-Messung erfolgt künftig direkt über Herrn Dr. Staufer in Form einer jeweiligen Sammelrechnung. Der ausgewiesene Betrag ist auf die darauf vermerkte Kontonummer zu überweisen. Pro Untersuchung werden für Mitglieder des JJV Kulmbach 15 €, für Nichtmitglieder 18 € erhoben. Diese zusätzlichen 3 € werden für Kalibrierungs- bzw. Instandhaltungskosten des Prüfgerätes verwendet.


  •  Proben zur Untersuchung der Schweinepest können nach wie vor mit dem entsprechenden Begleitschreiben ebenfalls im Schlachthof abgegeben werden. Das hierfür nötige Equipment erhalten Sie u.a. bei Herrn Heinrich Rauh im Landratsamt. Diese Untersuchung ist kostenfrei.