Niederwild

Die Hauptwildart im Landkreis Kulmbach ist nach wie vor das Rehwild.

Zum Niederwild zählen wir aber u. a. auch Hase, Fasan, Rebhuhn und die diversen Entenarten. Jede einzelne Spezies bedarf in einer Kulturlandschaft, die auch immer mehr einem Freizeitdrang der Bevölkerung unterliegt, einer gezielten Pflege und eines artgerechten Biotops.

Für diesen Zweck gibt es auch verschiedene finanzielle Fördermöglichkeiten. Sprechen Sie hierzu mit Ihren Jagdgenossen vor Ort, wie verschiedene Maßnahmen in die Praxis umgesetzt werden könnten. Der gemeinsame Dialog in solchen Dingen ist immer zielführend und viele Maßnahmen lassen sich bei rechtzeitiger Absprache auch mit den landwirtschaftlichen Zielen in Einklang bringen.

Herr Köhl und seine Kollegen vom AELF in Kulmbach stehen Ihnen hier gerne mit Rat und den Hinweisen auf entsprechende Förderrichtlinien zur Verfügung. Kontaktdaten: www.aelf-ku.bayern.de, Telefon 09221/5007-0, Durchwahl -100).

Seit dem letzten Jahr gibt es für unsere Region auch einen Wild-Lebensraumberater. Herr Matej Mezowski hat seinen Dienstsitz in Bad Staffelstein, besucht Sie aber für eine individuelle Beratung gerne vor Ort. Vereinbaren Sie mit ihm einfach telefonisch einen Termin (Tel. 09573/332-0, Durchwahl -32)


Schwarzwild

Des einen Freud´, des anderen Leid: Schwarzwild ist –nicht nur im Landkreis Kulmbach- eine Wildart, die ihre eigenen Reize hat und, obgleich massiver Schäden beim Jäger auch eine gewisse Faszination auslöst.

Kaum eine andere heimische Wildart lebt in einer derartig straff geordneten Sozialstruktur wie die Schwarzkittel. Wird diese Ordnung in irgendeiner Weise aufgebrochen oder gestört, hat das oftmals tiefgreifende Auswirkungen auf die Population und deren Zuwachs.

Vor gut 20 Jahren waren die Sauen noch ein echtes Highlight im Revieralltag. Kam mal eine Sau zur Strecke, wurde sie anschließend in geselliger Runde noch um das eine oder andere Mal mehr „erlegt", und erbrachte dem Schützen schon einen fast heldenartigen Status.

Heutzutage wäre  so mancher Revierpächter froh, wenn die Sauenpopulation nicht gar so oft seine Fluren heimsuchen würde.

Es ist weiß Gott ein unvergessliches Erlebnis, wenn beispielsweise beim nächtlichen Ansitz Sauen die Kirrung anwechseln, oder wenn man in tiefverschneiter Waldlandschaft nach dem Kreisen auf seinem zugewiesenen Platz steht, und plötzlich die Rotte wie aus dem Nichts über die Schneise fliegt und man versucht, einen sicheren Schuss anzutragen. All das sind Eindrücke, die uns Jägern vorbehalten bleiben und uns so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Doch, so interessant und aufregend die Jagd auf dieses Wild ist, so leidig steht das Thema „Wildschaden" mittlerweile ganz oben auf der Agenda der Jäger im gesamten Landkreis.

Der oft zitierte Jägergruß „Waidmannsheil" verkommt leider immer mehr zum „…und, was machen die Sauen?"

Die Wildschadenssituation ist sowohl für Jäger, aber insbesondere auch für Landwirte und Waldbesitzer zu einem oft untragbaren Zustand eskaliert.

Aufgrund üppigem, ganzjährigem Nahrungs- und Deckungsangebot in Wald und Feld macht es uns eine Bejagung nicht gerade einfach. Den Schwarzkitteln mangelt es wirklich an gar nichts, was den Populationszuwachs eindämmen könnte. Neben Wildschäden sind auch die Ausbreitung von Tierseuchen wie die Schweinepest, Problemen mit Schwarzwild im urbanen Bereich und die steigende Gefahr von Verkehrsunfällen weitere Aspekte, die immer wieder für Schlagzeilen und Diskussionen sorgen.

Probleme, die der Jäger allerdings nicht alleine stemmen kann, sondern hier auf die Hilfe seitens Behörden und explizit der Landwirtschaft angewiesen ist.

Grundlage für einen gemeinsamen Erfolg ist hier die Zusammenarbeit der verschiedenen Interessensgruppen.

So wurde beispielsweise in den Jahren 2009 bis 2014  u. a. auch im Landkreis Kulmbach auf Initiative des BBV versucht, gemeinsam auf Augenhöhe mit Jägern, Jagdgenossen und Behörden regionalspezifische Strategien und Lösungsansätze gegen die Schwarzwildproblematik zu erproben.

Themen wie Kirrkonzepte, Bejagungsschneisen, Einsatz von technischen Hilfsmitteln bis hin zu revierübergreifenden Drückjagden wurden im genannten Zeitraum immer wieder thematisiert, durchgeführt und bewertet.

Durch die paritätische Besetzung der Gremien erfolgte so ein Dialog zwischen den Parteien, der auch immer mehr zum besseren Verständnis für die Probleme und Besorgnisse des jeweiligen Gegenübers beigetragen hat.

Dieser gute Kontakt untereinander wurde schnell über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und suchte in so mancher Jagdgenossenschaft Nachahmer.

Allerdings kam man auch sehr schnell zu der Erkenntnis, dass es ein Allheilmittel zur Problemminderung nicht gibt.

So ist vielmehr das Zusammen- bzw. Wechselspiel der verschiedensten Methoden der Schlüssel des Erfolgs. Nur eine ganzjährige, stringente Bejagung unter Berücksichtigung aller rechtlichen Vorgaben und im Zusammenspiel mit allen Beteiligten wird uns helfen, die Schäden in einem halbwegs erträglichen Rahmen zu halten. 

In letzter Konsequenz ist es dann aber doch immer wieder der Jäger, der einzig und allein mit seiner Waffe sich der Thematik annehmen kann und muss.


Afrikanische Schweinepest - Hinweise des staatlichen Veterinäramts im Landratsamt Kulmbach

Hier können Sie sich ein Merkblatt mit Aktuellen Informationen / Hinweisen / Verhaltensregeln für Jäger zur Afrikanischen Schweinepest herunterladen.

(Stand: Novemer 2017)


Flyer zur Schwarzwildbejagung

In der Projektgruppe "Brennpunkt Schwarzwild" wurden u. a. Flyer entwickelt, die eine Handlungshilfe bei der Schwarzwildbejagung dienen sollen.

Folgende Themenbereiche wurde behandelt:


Wildbret-Hygiene

Hinweise zur Untersuchung von Wildschweinproben am Kulmbacher Schlachthof

Seit Mitte Juli 2016 ist Herr Dr. Tibor Reszegh-Staufer als neuer amtlicher Tierarzt am Kulmbacher Schlachthof tätig und somit für die Jäger im Landkreis der direkte Ansprechpartner, wenn es u.a. um die Untersuchung von Wildschweinen in Bezug auf Trichinen bzw. einer Radiocäsium-Belastung geht.

 

Künftig ist an folgenden zwei Tagen eine Untersuchung der Wildschwein-Proben möglich:

  • Montag

Bitte beachten: Damit die  Proben an diesem Tag noch bearbeitet werden können, sind sie zwingend bis spätestens 10.30 Uhr abzugeben, ansonsten kann die Beprobung erst am darauffolgenden Donnerstag erfolgen.

  •  Donnerstag

Hier gilt: Spätester Abgabezeitpunkt, damit die Proben noch an diesem Tag bearbeitet werden können, ist hier 9.00 Uhr. Ansonsten erfolgt die Untersuchung entsprechend am darauffolgenden Montag.

Eine Sperrfrist für die zu untersuchenden Tiere besteht jeweils bis 16 Uhr.

Die Ergebnisse werden Ihnen durch Herrn Dr. Staufer telefonisch mitgeteilt (bitte Telefon- oder Handynummer auf dem Begleitformular vermerken).

Sollte der Montag ein Feiertag sein, findet die Beprobung am folgenden Dienstag statt. Bei Feiertagen am Donnerstag oder aber Freitag verschiebt sich die Beprobung jeweils um zwei Tage nach vorne.

Samstags werden Proben nur nach vorheriger Abstimmung durchgeführt. Hierzu empfiehlt sich die direkte Kontaktaufnahme mit Herrn Dr. Staufer.

Er steht unter der Mobilfunknummer 0176/73110961 gerne zur Verfügung.

Eine reine Abgabe der Proben ist grundsätzlich immer von Montag bis Donnerstag von 6 bis 15 Uhr und Freitag von 6 bis 12 Uhr möglich. Hierzu steht im Eingangsbereich ein Behälter bereit, in dem die Proben/Begleitschreiben eingelegt werden können, falls das Büro nicht besetzt sein sollte.

 

WICHTIG:

Um eine reibungslosen Ablauf zu gewährleisten sind folgende Dinge unbedingt zu beachten:

  • Zur eindeutigen Zuordnung sind Trichinen- und Becquerel-Proben in ausreichender(!) Menge zusammen in einem Behältnis abzugeben. Bei der reinen Trichinenprobe sollten das  ca. 40 - 50 g aus Zwerchfell(-pfeiler)  und Vorderlaufmuskulatur sein, bei der Radiocäsium-Untersuchung sind zusätzlich mindestens 500 g reines Muskelfleisch (keine Backendrüsen und kein Fett!) erforderlich.
  • Bitte beachten Sie auch, dass die Probenbehältnisse, am besten ein kleiner Plastikbeutel stets (mit einer Schnur oder einem Kabelbinder) fest verschlossen sind und die Wildursprungsmarke im Beutel von außen gut erkennbar ist. Notfalls könnte die Probennummer zusätzlich mit einem wasserfesten Stift sicht- und lesbar auf den Beutel geschrieben werden.
  • Herr Dr. Staufer ist gerne bereit, ein Probenergebnis noch am gleichen Tag mitzuteilen. Hierzu bittet er lediglich darum, auf das Begleitschreiben zum Wildursprungszeichen neben der Adresse entweder eine Telefon- bzw. Handynummer, oder eine Faxnummer oder eine Mailadresse anzugeben. Ansonsten kann das Ergebnis lediglich auf dem Postweg und somit mindestens um einen Tag verspätet mitgeteilt werden. Bitte schreiben Sie diese Angaben zur schnellen Kontaktaufnahme immer auf das Formular. Das würde dem amtlichen Tierarzt die Arbeit sichtlich erleichtern.
  •  Die Gebührenabrechnung für die Trichinenuntersuchung erfolgt in gewohnter Weise vierteljährlich mit einem Schreiben durch das Landratsamt (9,- €/Probe).
  • Die Abrechnung der Untersuchungsgebühren für die Radiocäsium-Messung erfolgt künftig direkt über Herrn Dr. Staufer in Form einer jeweiligen Sammelrechnung. Der ausgewiesene Betrag ist auf die darauf vermerkte Kontonummer zu überweisen. Pro Untersuchung werden für Mitglieder des JJV Kulmbach 15 €, für Nichtmitglieder 18 € erhoben. Diese zusätzlichen 3 € werden für Kalibrierungs- bzw. Instandhaltungskosten des Prüfgerätes verwendet.


  •  Proben zur Untersuchung der Schweinepest können nach wie vor mit dem entsprechenden Begleitschreiben ebenfalls im Schlachthof abgegeben werden. Das hierfür nötige Equipment erhalten Sie u.a. bei Herrn Heinrich Rauh im Landratsamt. Diese Untersuchung ist kostenfrei.

Entsorgung von Konfiskat

Das staatliche Veterinäramt im Landratsamt Kulmbach gibt folgende Hinweise für die Entsorgung der Reste von erlegtem Wild und von Wildtieren. (Stand Juni 2017)

Bitte klicken Sie hier


Wildlebensraumberatung

"Die Wildlebensraumberatung in Bayern widmet sich der Aufgabe, eine breite Palette an Tierarten zu fördern. Diese reicht von Feldhasen und Rebhühnern über Goldammer und Feldlerchen bis hin zu Bienen und Schmetterlingen. Blühflächen, Bienenweiden, Streuobst, wildtiergerechte Winterbegrünung von Feldern und blühende Ackerränder sind ein kleiner Ausschnitt von derzeit rund 50 Maßnahmen, welche im Angebot sind. Das Motto der Wildlebensraumberatung lautet "Lebensräume verbessern – Wildtiere fördern – Mensch und Natur verbinden". Die Wildlebensraumberatung zeigt allen Interessierten praktische Wege, dieses Motto umzusetzen und die Biodiversität zu steigern. Mit den Beteiligten werden lebensraumverbessernde Maßnahmen in der Landschaft umgesetzt. Die entstandene, abwechslungsreiche Kulturlandschaft ist für Wildtiere ein sicherer Lebensraum und für uns Menschen ein Ort des Wohlbefindens."

Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) stellt in den einzelnen Regierungsbezirken eine stets kostenfreie Unterstützung für Landwirte und Jäger durch die Wildlebensraumberater zur Verfügung. In einem kurzen Filmbeitrag erhalten Sie einen Eindruck der Arbeit eines Beraters.

Für unsere Region wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an:

                                                            Matej Mezovsky
                                         -Wildlebensraumberatung in Oberfranken-
                                Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg
                                         Fachzentrum Agrarökologie Bad Staffelstein
         Telefon: 09573/332-32, mobil: 0171/333 2958, Email: Matej.MezovskyNO SPAM SPAN!@aelf-co.bayern.de

 

Nehmen Sie Kontakt mit ihm auf. Herr Mezovsky freut sich über Ihren Anruf und berät Sie persönlich gerne auch vor Ort.